Die Geschichte der Toilette

Die Bezeichnung "Toilette" stammt vom französischen "toile" (Tuch). Mit Toilette meinte man früher nicht nur das WC selbst, sondern auch das Schminken, Frisieren und Ankleiden.


Bereits in der Antike, bei den Römern und Griechen, gab es Toiletten und Abwassersysteme. Die sogenannten Latrinen, öffentliche Sanitäranlagen, wurden vom Staat betrieben. Diese waren mit steinernen Bänken und Abortsitzen ausgestattet, welche die Ausscheidungen mittels Wasserkanal direkt in die legendäre Cloaca Maxima weiterleiteten. Diese öffentlichen sanitären Einrichtungen boten Platz für 50 bis 60 Personen.

Doch diese fortschrittlichen Abwassersysteme gerieten mit dem Untergang der Antike in Vergessenheit. Im Mittelalter, sowie der Renaissance, waren die sanitären Fortschritte der Antike wie ausgelöscht. Die Notdurft wurde wieder im Freien, oder mittels Abtritterkern verrichtet. Zahlreiche Seuchen und Krankheiten, wie zum Beispiel die Cholera, waren die Folge.



Jahre später, nämlich 1775, war es dann endlich soweit: Das erste WC der Welt wurde in England errichtet. Alexander Cumming meldete damals das Patent für die Ausführung seines Wasserklosetts an. Ihm verdanken wir nicht nur die Wasserspülung, sondern auch den doppelt gebogenen Siphon.



Heute gibt es das WC in zahlreichen Variationen und Formen. Tiefspüler, Flachspüler, Kaskaden-WC, uvm. Und nicht nur das, eigens für die Toilette wurde ein Welt-Toilettentag erfunden, der darauf hinweisen soll, dass noch immer fast 2,5 Milliarden Menschen ohne ausreichende Sanitärversorgung leben. Tipp: Wer es ganz genau wissen möchte, kann in München das erste Nachttopfmuseum der Welt besuchen.