Traumbad mit Maß und Perfektion als Ziel

Der Mensch ist das Maß aller Dinge, wenn es um die Planung des perfekten Bades geht. Ob man sich in seinem Bad wohl fühlt hängt nicht nur von der Einrichtung und der Dekoration ab, sondern vor allem vom Bewegungsraum. Besonders in kleineren Bädern kann es schnell zu einer großen Herausforderung werden, alle Ideen und Wünsche unterzubringen. Doch wenn Laden sich nur teilweise öffnen lassen oder man sich kaum umdrehen kann, ohne anzustoßen, wird aus dem Ruhepol Badezimmer schnell ein Ärgernis. Daher ist die richtige Planung sowohl für große, als auch für kleine Bäder sehr wichtig. Wir sind im Badezimmer ständig in Bewegung: Hinsetzen, Aufstehen, Zähne putzen, Haare frisieren; Mindestabstände sollten daher eingehalten werden, denn sie sorgen für Bewegungsfreiheit im Bad.


Nun könnte man denken, je größer das Bad desto besser. Doch spricht der Heizaufwand gegen ein zu großes Bad. Denn vor allem im Winter soll das Badezimmer schnell eine angenehm warme Temperatur haben. Ein großes Badezimmer zu beheizen dauert länger und kostet. Auch der Putzaufwand und die Kosten für die Fliesen sollten bei einem großen Bad nicht unterschätzt werden.


Eine Frage der Bewegungsfläche:

Bei der Planung eines Badezimmers sind die Installationen immer mitzudenken. Für die meisten Sanitärobjekte sind bestimmte Höhenmaße festgelegt, auf die auch die vorgefertigten Installationsbausteine Rücksicht nehmen. Die Höhenmaße beruhen auf Erfahrung und bewegen sich in einem genormten Bereich +/- 5 cm. Generell gilt, vor den Sanitärobjekten sollten 75 cm bis 90 cm als Bewegungsraum eingeplant werden. Für ein barrierefreies Bad, das auch für Rollstuhlfahrer geeignet ist, muss man mit 120-150 cm rechnen. Die Bewegungsräume vor den Sanitärobjekten müssen von Beginn an bei der Planung bedacht werden.


Badewanne:

Die Badewanne braucht den meisten Platz im Badezimmer. Genug Raum zum Ein- und Aussteigen und Stehen müssen miteingeplant werden. Mindestens 55 cm muss der Bewegungsspielraum neben einer Badewanne sein, im Idealfall sind es 100 cm. Auch an den Abstand zur Wand ist zu denken, das Achsmaß der Wanne sollte mindestens 45 cm betragen, da sonst nicht genug Platz für die Ellbogen beim Haarewaschen ist. Badewanne und Waschbecken können aufgrund des Höhenunterschieds etwas enger nebeneinander gestellt werden. Auch in einem kleinen Badezimmer, kann eine Badewanne Platz finden. Eckbadewannen, Kurzwannen und Kombinationen aus Dusche und Badewanne bieten sich an. Vor Duschwannen sollte die Bewegungsfläche zwischen 120 cm und 170 cm liegen.


Dusche:

Die Dusche ist mittlerweile aus keinem Bad mehr wegzudenken. Aufgrund der Tür, benötigt sie weit mehr Platz, als man zunächst glauben könnte. Für sehr kleine Bäder, gibt es platzsparende Lösungen mit Schiebetüren oder Falttüren, die sich in die Dusche hinein öffnen. Duschen werden auch gerne unter Dachschrägen eingeplant. Dabei ist zu beachten, dass zwischen dem Kopf und dem Dach mindestens 20 cm Abstand sind. Vor der Dusche sollte die Bewegungsfläche zwischen 80 cm und 1 Meter liegen. Zwischen Waschbecken und Dusche ist ein Mindestabstand von 20 cm ratsam. Öffnet sich die Tür Richtung Waschbecken, muss natürlich weitaus mehr – je nach Modell – eingeplant werden.


WC:

Zwischen WC und Wand sollte der Mindestabstand 20 cm betragen. Damit genug Bewegungsfreiheit zum Stehen und zum Sitzen gegeben ist, ist vor der Toilette eine Bewegungsfläche von 75 cm - 120 cm einzuplanen. Wenn eine Toilette und ein Bidet eingebaut werden, liegt die Länge der Bewegungsfläche idealerweise zwischen 160 und 180 cm.



Tipps für kleine Bäder:

Mit der richtigen Planung können auch kleine Bäder, alle Funktionen eines großes Bades bieten. Dekorative Elemente, wie zum Beispiel ein großer Spiegel oder indirektes Licht, lassen das Bad größer wirken. Dachschrägen eignen sich gut als Stauraum und mit Eckwaschbecken oder Badewanne kann man jeden Zentimeter eines kleinen Bades effizient nutzen.